Hörgeschichten mit Antra, Grieni, Rienchen und Blu – für starke Kinder und ihre Eltern
Antra, Grieni, Rienchen und Blu leben zusammen im Wuelbaumhaus und erleben jede Menge Abenteuer. Dabei geht es um große Gefühle, kleine Missverständnisse, und echte Freundschaft.
In jeder Geschichte lernen die Wusel etwas Neues: z.B. wie man mit Wut umgeht, wie man füreinander da ist, wie man Mut findet, sich selbst behauptet, Probleme löst und Vieles mehr.
Dieser Podcast ist aus dem Projekt Gesund Aufwachsen der SUPRO - Gesundheitsförderung und Prävention entstanden. Er ist für Kinder ab 3 Jahren und alle, die spielerisch fürs Leben lernen möchten.
•SUPRO - Gesundheitsförderung und Prävention•Season 3•Episode 2
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Was passiert wohl, wenn kein Wusel mehr sprechen darf – und trotzdem ganz viel gesagt werden muss?
SPEAKER_00
Hallo zusammen, wie schön, dass ihr wieder da seid bei Mit den Wuseln gesund aufwachsen. Ich bin Fabienne und jetzt geht's auf Entdeckungsreise mit Antra, Krini, Rienchen und Blue. Unsere Geschichte heute heißt Der Ohne Worte Wuseltag. Was passiert wohl, wenn kein Wusel mehr sprechen darf und trotzdem ganz viel gesagt werden muss? Findet's raus, macht's euch gemütlich, spitzt die Ohren, die Wusel warten schon auf euch. Heute war was Verrücktes, sagt Grini, als die vier Wusel abends in ihren Stockbetten liegen. Ich habe den Biber getroffen. Er kam von der Zahnärztin. Wieso ist das verrückt? fragt Rhinchen. Grini nimmt seine Brille ab und klappt die Bügel ein. Die Zahnärztin hat Beppo zwei Zähne gezogen. Da kriegte er den Mund nicht auf. Er konnte kein Wort sagen. Aber wir haben uns trotzdem unterhalten. Wie das denn? Mit Händen und Füßen, sagt Grini. Und Pfoten natürlich. Reden ohne Worte, wie praktisch. Andra gent. Ja, wie praktisch. Blue fallen schon die Augen zu. Kennt ihr den Salamander? Ich habe ihn gefragt, wie er heißt, aber er antwortet nie. Sicher hört er schlecht. Er ist ja schon alt. Ob er mich versteht, wenn ich mit Händen und Füßen rede? So ganz ohne Worte? Rinchen knautscht das Kopfkissen. Das ist sicher schwierig. Dann üben wir, sagt Grini. Wir machen eine ohne Worte Wuseltag. Am Morgen stürmt Blue in die Küche. Es muss unbedingt erzählen, was es geträumt hat. Gerade will es loslegen. Da hebt Grini die Hände und schüttelt den Kopf. Es tut so, als würde es mit Daumen und Zeigefinger einen kleinen Schlüssel aus der Luft greifen. Damit schließt es sich den Mund zu und gibt Blue den Schlüssel. Ach ja, heute ist ja der ohne Worte Wuseltag. Da kommt Rinchen rein. Guten Morgen, Wusel! Ups! Es schlägt sich die Hand vor den Mund. Blue gibt ihm den Mund-Zuschlüssel und zeigt, wie man ihn benutzt. Rinchen schließt seinen Mund fest zu. Als Antra in die Küche kommt, legen alle schnell die Finger an die Lippen, aber Antra grinst. Es wollte gar nichts sagen. Jetzt kann der ohne Worte Wuseltag beginnen. Grini geht mit der Teekanne rum und die anderen halten ihre Tassen hin. Rinchen nimmt sich Brot und schiebt Antra den Korb rüber. Marmelade löffeln sie aus dem Glas. Keiner sagt einen Mucks, ist gar nicht so schwer. Nach dem Frühstück steht Rienchen auf. Es zeigt zum Fenster. Die drei anderen machen ratlose Gesichter. Was meint Rienchen nur? Rienchen zeigt mit beiden Zeigefingern zum Feens err nach oben. Grini reckt den Hals. Ist da ein Vogel? Da springt Andra auf. Es zeigt auf Rienchen, auf Blue und Grini und sich selber und dann zur Tür. Rienchen lacht. Genau das wollte es sagen. Die Sonne scheint, lasst uns draußen spielen. Die Wusel spielen zuerst fangen. Dann machen sie reihum Tiere vor, den hoppelnden Hasen mit den langen Ohren, die Eule mit den großen Augen. Als Anthra den stinkenden Iltis vormacht, kulnern sie vor Lachenden Hang hinunter. Dann holt Grini die Wurfnuss und sie werfen sie hin und her und wieder hin. Jetzt hat Blue die Nuss gefangen. Aber es wirft sie nicht weiter, sondern winkt, damit alle hersehen. Was meint Blue nur? Blue beschreibt mit beiden Armen etwas Großes, Rundes. Es legt sich flach auf den Boden und kriecht ein Stück durchs Gras. Ha, ich weiß! Ups! ruft Rinchen. Es zeigt zum Bach. Blue springt auf die Füße. Genau das hat es gemein. Auf dem großen, flachen Stein am Bach sonnt sich der alte Salamander. Ob er schläft? Nein, seine Augen sind weit geöffnet. Blue winkt dem Salamander zu. Der Salamander sieht Blue an. Blue zeigt ihm die Nuss. Es tut so, als würde es die Nuss zu Rinchen werfen und Rinchen tut so, als würde es sie fangen. Sie werfen nicht richtig, damit die schöne Nuss nicht in den Bach fällt. Blut zeigt auf die Nuss und auf den Salamander. Fragend hebt es die Schultern und wartet. Hat der Salamander verstanden? Der Salamander sieht Blue an. Jetzt versucht Grini sein Glück. Es tut so, als würde es Tee einschenken. Die unsichtbare Tasse reicht es den Salamander und zeigt zum Baumhaus. Der alte Salamander hebt seinen schwarzen, glatten Kopf. Ziemlich cool sieht er aus, findet Antra. Wuselkuhl. Nuss werfen und Tee trinken, findet so ein cooler Salamander sicher langweilig. Antra kniet sich hin und trommelt mit den Händen auf den Stein. Es bewegt sich im Rhythmus, als würde es singen und tanzen. Da lässt der Salamander erschrocken den Kopf hochschnellen. Er sieht einmal in die Runde. Dann kriecht er eilig von dem sonnenwarmen Stein runter und verschwindet im Gras. Seinen Namen hat er wieder nicht gesagt. Als abends im Baumhaus der Tee in den Tassen dampft, schnappt Grini den kleinen Schlüssel aus der Luft und schließt seinen Mund wieder auf. Was für ein verrückter ohne Worte Wuseltag, sagt es und gibt den Schlüssel an Antra weiter. Wow, macht Antra und streckt sich. Auch Rienchen schließt seinen Mund auf. Wie schön, eure Stimmen zu hören, ruft es. Aber ohne Worte zu reden, war auch lustig und gar nicht zu schwer. Hey Blue, was ist? Blue hebt den unsichtbaren Schlüssel an die Lippen und dreht ihn um. Der arme Salamander. Da hört er schon schlecht. Und dann versteht er nicht mal, wenn wir mit Händen und Füßen reden. Wie einsam muss das sein. Ach was, sagt Grini. Sicher hatte er nur keine Lust zum Nusswerfen. Er ist ja schon alt. Oder er redet lieber mit anderen Salamandern, sagt Rinchen. Vielleicht verstehen wir Wusel auch einfach seine Sprache nicht, sagt Antra. Blue trinkt einen Schluck Tee. Noch nicht, sagt es und grinst. Aber wir können sie sicher irgendwann lernen. Das Reden mit Händen und Füßen hat jedenfalls richtig Spaß gemacht. Das war's für heute mit den Wusel. Schön, dass du dabei warst. Und denk daran, du bist wuselmäßig toll. Genauso wie du bist. Bis bald!